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Samaipata liegt mit ca. 10.000 Einwohnern in einer Höhe von  rund 1600 am Fuß der östlichen Kordilleren und hat sich wegen der präkolumbianischen Kultstätte El Fuerte zu einem  Touristenmagnet entwickelt.

El Fuerte (die Festung) ist das größte und bedeutendste Zeugnis präkolumbianischer Kultur in ganz Südamerika.  El Fuerte ist ein Monolith von 220 x 60 Metern Größe und liegt wenige km von Samaipata entfernt in einer Höhe von ca. 2000 Metern am Rand der Kordilleren. Der riesige Stein wurde für rituelle Zeremonien bearbeitet. In Sandstein gemeisselt findet man Formen verschiedener Tierarten (Jaguar, Schlange, Schnecke), geometrische Formen, Rinnen und schalenförmige Aushöhlungen, die für Opfer-Rituale von Bedeutung waren.

Der Monolith war Kult- und Opferstätte der Chiriguanos (Bewohner Bolivien) und Inkas (aus Peru), die teilweise sogar gleichzeitig El Fuerte für ihre Zeremonien nutzten.

Dem religiösen Bereich des Monolithen schließen sich Gräber der Kaziken und Priester an, ferner Wohn- und Verwaltungsbereiche für Priester, Beamte, Bauern und deren Familien. Reste der angrenzenden Siedlungen werden auf 1500 vor Christi datiert.

Noch die Spanischen Eroberer nutzten El Fuerte als Festung bis ins 18. Jahrhundert, um die Transportwege von Asuncion (Paraguay) nach Lima (Peru) militärisch zu sichern. 


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