| 9. Essen und Trinken |
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9. Essen und TrinkenFür einen Deutschen ist der Besuch im Ausland immer schwer, weil es kein „anständiges“ Brot, keine „anständige“ Wurst und nur wenig Käse gibt. (Zum Glück sind die Holländer mit dem Gouda und die Engländer mit dem Cheddar beim Export sehr aktiv.) Man muß sich umstellen und Gourmet-Anforderungen auf später verlegen. Den Jugendlichen sei gesagt: McDonalds gibt es (zwar nicht sehr oft aber doch) gelegentlich, Nutella kann man im Supermarkt kaufen, Cornflakes und Milch ebenso. Mittags (almuerzo) und abends (cena) gibt es immer dasselbe. Es besteht aus dünnen, zähen Fleischstücken oder Pechuga (breitgewalztes Hähnchenbrustfilet), Kartoffeln, Reis, Mais, Yucca (Maniok). Meist lieblos zubereitet und serviert. Gekochte Speisen (außer Suppe) gibt es kaum. Salat sollte man nicht essen, getreu nach dem Motto: Peel it, boil it or leave it. (Schälen, kochen oder gar nicht essen). Süßigkeiten sind für uns ungenießbar. (Wenn man also mal ein echtes Mars oder Milky Way entdeckt, so zeichnet sich ein „Festessen“ ab.) Sehen Sie sich die Jugendlichen in Mexico, Venezuela oder Ecuador an: alle übergewichtig wegen der schlechten Eßgewohnheiten (, Coca Cola, Chips in Mexico, Arepas in Venezuela. Arepas sind in Fett getauchte Maisfladen) Ich bin kein Bier-Fanatiker. Mit dem Bier bin ich in den lateinamerikanischen Ländern also mehr als zufrieden. Wein aus eigenem Anbau gibt es selten, obwohl Mexico, Venezuela und Kolumbien guten Wein produzieren. Die Supermärkte führen viel Wein aus Chile und Argentinien. Wein aus Spanien ist sehr teuer. (Aus Deutschland gibt es für viel Geld wie üblich „Liebfraumilch“ und „Blue Nun“, die ich nicht einmal für Glühwein verwenden würde.) |

