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Saturday, 4. September 2010
3. Orientierung Drucken

3. Orientierung

Brauchbare Landkarten gibt es in den Lateinamerikanischen Ländern kaum. Es ist ratsam, sich in Kartenfachgeschäften in Deutschland einzudecken – es sei denn, man hat genug Zeit, die im Reiseführer genannten Fachgeschäfte in Bogotá oder den entsprechenden Hauptstädten zu besuchen.

Die Beschilderung der großen Fernstraßen ist ausreichend. Wenn Hinweisschilder fehlen, muß man Leute vor Ort fragen. Die Antworten sind meist sehr blumig und ausschweifend. Daher habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, an jeder Kreuzung nachzufragen, bis ich mir meines Weges sicher war.

Bei Fragen möglichst keine JA-NEIN-Fragen stellen. Mir geschah es häufig, daß aus Unkenntnis heraus einfach mit JA geantwortet wurde.

In den Ortschaften ist die Orientierung leicht, da die meisten Orte schachbrettartig angelegt wurden. Die Straßen sind durchnumeriert. Waagerecht angeordnete Straßen werden meist Carrera genannt, senkrecht angeordnete Straßen werden Calle genannt.

Das Hausnummernsystem in Kolumbien wird im Lonely Planet ausführlich beschrieben.

Schwierig ist es, mit dem Mietwagen allein durch eine Großstadt zu fahren. Mit einem deutschen Stadtplan ginge es ja, aber der deckt nie die gesamte Stadt ab. Wegen der Verkehrsdichte und der „wilden Raserei“ muß man sich voll auf den Verkehr konzentrieren und hat wenig Gelegenheit, den Stadtplan mit den „fehlenden“ Straßenschildern zu vergleichen.

Ich habe mir eine elegante Methode angeeignet: Ich fahre zuerst aufs Geradewohl Richtung Stadtzentrum. Irgendwo halte ich an einer geeigneten Stelle an und bitte einen Taxifahrer, voranzufahren. Für 3 bis 5 Euro komme ich so streßfrei und schnell an mein Ziel.