| 1. Verkehr (Taxi, Auto, Bus) |
|
1. Verkehr - Taxi, Bus, Bahn, Mietwagen, Flugzeugfolgende Themen werden nachfolgend behandelt:
Eisenbahn:Eisenbahnen stehen nicht zur Verfügung (Ausnahme: Peru und Bolivien)
![]() Chevy Pop (Corsa) in Mexico |
|||||
| (Zum Vergrößern bitte Bild anklicken) |
Rechte der Fußgänger
In Kolumbien haben Fußgänger, Fahrrad- und Motorradfahrer keine Rechte im Straßenverkehr. Für diese gilt es, schnell, aufmerksam und defensiv zu regieren, sonst kann es böse enden. In Mexico hat sich das Verhältnis von Autofahren und Fußgängern wesentlich geändert. Bei meinem letzten Besuch 2007 haben mehrfach Autos ähnlich wie in Deutschland angehalten und mir den Vortritt beim Überqueren der Straße gelassen.
Verkauf an der Straße
An Kreuzungen, an Topes und an Mautstellen muß man zwangsläufig langsam fahren - eine ideale Gelegenheit für Straßenhändler, ihre Ware anzubieten. Meist sind dies Waren zum Essen oder Trinken, häufig aus eigener Produktion, typisch für diesen Ort oder diesen Landstrich. Vorsicht, wenn es um Wasserflaschen geht. Plastikflaschen werden gern mit Leitungswasser gefüllt werden und sind daher nicht keimfrei. Sonst habe ich nie Gefahren erkennen können.
Taxi
Taxis sind preiswert und überall zu finden. Taxis sind keine großen Limousinen wie von Mercedes oder Volvo, sondern meist ausgelutschte Kleinwagen oder Wagen der Mittelklasse: VW-Käfer, Renault, Fiat, Chevrolet, diverse Japaner. Es gibt genügend Taxis, deren Türen und Fenster nicht richtig schliessen. Sicherheitsgurte funktionieren selten. In Kolumbien ist der Kofferraum bei vielen Autos sehr klein, da im Kofferraum der Tank für Flüssiggas untergebracht ist.
|
|
Aus Sicherheitsgründen läßt man vom Hotel ein Taxi rufen oder ruft selbst per Telefon über die Taxizentrale an. Bei nächtlichen Fahrten oder bei Fahrten durch unsichere Stadtteile unbedingt Fenster und Türen verriegeln, um sich beim Stop an Ampeln oder Kreuzungen vor Angriffen von Kriminellen zu schützen.
Preise grundsätzlich vorher erfragen bzw. aushandeln. Ich habe noch nie ein Taximeter im Taxi gesehen. Man vereinbart vorher einen Festpreis. Vor Fahrtantritt unbedingt Kleingeld besorgen, denn ein Taxifahrer „hat selten Wechselgeld“.

In allen Flughäfen und den großen Busterminals gibt es Taxi-Verkaufsstellen. Das sind offizielle Büros, bei denen man sein Taxi bucht. Man nennt das Fahrziel und erhält einen Computerausruck mit verbindlichem Preis. Daraufhin wird man zum Taxi geleitet. Dieses fährt zuverlässig zum Ziel, wo man dem Taxifahrer mit dem korrekten Betrag entlohnt. Das ist ein sicheres Verfahren!
Am Busterminal in Bogotá wird sogar die Nummer des Taxis auf den Fahrschein gedruckt. Der Beamte sagt dann: „Steigen Sie nur in das Taxi mit der Nummer z.B. XML 322 und zahlen Sie nur genau die 10.000 Pesos.“
Name und Ausweis:
Fast bei jeder Aktion muß man in Lateinamerika Name und Paßnummer mitteilen. Cédula = Personalausweis (gilt nur für Einheimische), pasaporte = Paß. Wer seine Paßnummer auswendig lernt, ist schneller beim Ausfuellen eines Formulars.
Wer einen Namen hat, der in Spanisch schwer auszusprechen ist, vereinfache seinen Namen, sonst kann ihn niemand schreiben oder lesen. Meist ist die angabe des Names sowieso nur ein bürokratischer Akt und wird wohl nur benötigt, um die Selbstverwaltung aufzublähen. (Ich musste einmal sogar in Barquisimeto/Venezuela beim Kauf von Aspirin-Tabletten in der Apotheke Name und Paß-Nr. aufschreiben.)
Aires FluggesellschaftFlugzeug

Bei der Ankunft auf dem internationalen Flughafen ist Vorsicht geboten, denn sofort stürzen sich Hunderte von Einheimischen auf einen, um alles Mögliche anzubieten und zu verkaufen. Ich lasse mir daher gern etwas Zeit, um mich in Ruhe zu orientieren. Ich lehne grundsätzlich jedes Angebot ab. Nachdem ich Geld bei der Bank gewechselt habe, suche ich den Taxistand auf, um ins Hotel zu fahren, bzw. den Mietwagenstand, um den Mietwagen abzuholen.
Inlandsflüge funktionieren wie bei uns. Erfreulicherweise sind auch bei kleinen Flugesellschaften das Buchen von Flügen und das Checkin über Internet möglich.
Bus
Neben dem Taxi ist der Bus ist das Hauptverkehrmittel in Lateinamerika. Es gibt Busse m Stadtverkehr, im Nahverkehr und im Fernverkehr.
Busse sind meist in einem schlechten äußeren und technischen Zustand. Aber man hat keine andere Wahl. Überlandbusse sind klimatisiert und meist besser in Schuß als Lokalbusse. Die Preise sind erfreulich niedrig und belasten kaum die Urlaubskasse. Viele Busse sind überfüllt.
Stadtbusse und Nahverkehr
Die Streckenlinien der Stadtbusse und Nahverkehrsbusse sind nur für Eingeweihte verständlich. So ist man auf Fragen bzw. auf Angaben im Reiseführer angewiesen. Es gibt Busse, die auf kurzem Wege und schnell ans Ziel kommen, andere Busse, die Umwege machen und mehr Zeit benötigen. Mit viel Glück erwischt man den besseren der beiden.
Zum Einsteigen halten die Busse, wenn man winkt. Zum Aussteigen pfeift man, oder man ruft „parada“ (Haltestelle). Der Preis ist bei Stadtbussen meist auf die Windschutzscheibe geschrieben. In Cartagena kostet eine Stadtfahrt ca. 1.250 pesos (ca. 50 Cent). Manchmal bezahlt man beim Einsteigen, manchmal beim Aussteigen (sehen, wie es die anderen machen) In Kolumbien bekommt man sein Wechselgeld immer korrekt zurück.
Bei Bussen im Nahverkehr kann der Preis nach Entfernung variieren. Man nennt sein Fahrziel und gibt sein Geld dem Busführer oder dem Schaffner. Wechselgeld wird korrekt zurückgegeben.
BILD BUS mit Preis?
Das Preissystem ist genial. Eine Fahrt im Bus kostet XY Pesos. Da gibt es keine Sondertarife für Kinder, für Schüler, für Auszubildende oder Senioren. Es gibt keine Tages-, Wochen- oder Monatskarte, keine Hin- und Rückfahrt, keine Happy-Hour-Karte, kein Gruppentarif, kein Wochenendtarif, keine Familienkarte. Weder sonntags bei Vollmond oder wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen.......: es gibt nur einen einheitlichen Tarif. Wechselt man den Bus, muß man für den nächsten Bus wieder ganz normal bezahlen. Dieses System versteht jeder. Zweifel, Reklamationen, Über- oder Unterzahlung gibt es nicht.
Fernbusse
Es gibt verschiedene private Busgesellschaften, die den Fernverkehr organisieren. Sie starten am Busterminal und halten an wenigen (dem Fremden nicht bekannten) Stellen in der Stadt. An größeren Orten unterwegs kann man aus- oder zusteigen. Wegen der Klimaanlage kann es kühl im Bus werden. Großes Gepäck wird bei Im Flugverkehr mit einem Gepäckticket versehen und im Gepäckraum verstaut. Wenn man am Zielort das Gepäck in Empfang nimmt, wird das Ticket überprüft. Reiseführer warnen vor Verlust des Gepäcks. Man beachte diese Warnungen, obwohl ich niemals Probleme hatte.
|
|
Busterminal (El terminal)
Fast jede Stadt hat ihren Busterminal, das entspricht unserem Hauptbahnhof. Die Busgesellschaften haben dort ihren Schalter. Bei Fernreisen ist es ratsam, tags zuvor seinen Platz zu reservieren.
Auf dem Busterminal erkundigt man sich zuerst, welche Buslinien möglichst schnell und bequem fahren. An manchen Terminals gibt es auch Statistiken, welche Gesellschaft wieviel Unfälle mit Toten/Verletzten zu verzeichnen hatten.
Nun klappert man alle Schalter der Busgesellschaften ab und fragt nach Abfahrtszeiten, Fahrdauer und Preisen. Das Abklappern bekommen die benachbarten Gesellschaften mit. Da ein Konkurrenzkampf herrscht, kann man gut um den Preis verhandeln. (Mir wurde in Kolumbien mehrmals freiwillig ein Rabatt von bis zu 30% angeboten – übrigens ohne Haken und Ösen!)
Die Busgellschaften haben in den Zentren der größeren Städte auch Verkaufsbüros, auch können Karten gelegentlich bei Reiseagenturen gekauft werden.
In großen Städten kann man das Ticket mit Kreditkarte bezahlen. Die Plätze sind meist numeriert. Die Busse sind klimatisiert, bequem, und haben viel Platz für lange Beine. Bordtoilette ist meist vorhanden.
Während der Busfahrt gibt es in Kolumbien immer laute Musik (Vallenato) und Videofilme, meist schreckliche Gewaltfilme. Unterwegs steigen Straßenhändler in den Bus, um ihre Waren zu verkaufen. Knabberkram, Trinken, Essen, Sonnenbrillen und irgendwelchen Schnickschnack. Manche Händler verteilen erst an jeden Fahrtgast ihr Produkt, halten dann eine Rede und sammeln anschließend das Produkt wieder ein, in der Hoffnung, daß es der Fahrgast doch noch kauft.
Mittags macht der Bus meist Halt an einer Raststätte und gibt den Gästen Zeit zum Essen und Austreten.




































